Digitale Vermarktung im deutschen Neubau — alphapenta-Marktanalyse 2026


Pressemitteilung

alphapenta 16. Juni 2026, zur sofortigen Veröffentlichung

Projektentwickler ohne Marktnähe: Wer den digitalen Vertrieb auf Portale und Vermittler verlagert, verliert seine Käufer aus dem Blick

Eine neue Datenanalyse der alphapenta zeigt: Im deutschen Neubau hat ein großer Teil der Projektentwickler und Bauträger den direkten digitalen Draht zum Käufer weitgehend abgegeben. Sachliche Standard-Webauftritte, durchschnittliche bis schwache Conversion-Qualität auf den Projektseiten und Werbeaktivität, die nur bei einer kleinen Minderheit überhaupt nachweisbar ist, prägen das Bild. Die Größe des Unternehmens entscheidet dabei nicht — wohl aber konkrete Entscheidungen, die jeder Entwickler treffen kann.


Projektentwickler stehen in der Wertschöpfungskette an einer ungewöhnlich starken Position: Sie beginnen mit Grundstücksakquise und Projektentwicklung und beenden sie mit dem Verkauf an den Endkunden. Kein anderer Akteur in der Immobilienwirtschaft hat so direkten Einfluss auf Produkt, Preis, Lage und Käufer. Eigentlich müssten Projektentwickler damit die marktnächsten und datenreichsten Unternehmen ihrer Branche sein.

Die aktuelle alphapenta-Marktanalyse zeichnet ein anderes Bild. Für die Analyse wurden 4.613 Developer im DACH-Raum in einer strukturierten Datenbank erfasst, 1.142 davon als Projektentwickler oder Bauträger kategorisiert. Im engen Untersuchungs-Universum — den 786 aktiven Projektentwicklern und Bauträgern, die heute am Markt agieren — verteilen sich aktive Vertriebsprojekte auf 367 Unternehmen mit insgesamt 1.436 realen Vertriebsprojekten in 578 Städten. Die übrigen 419 aktiven Unternehmen haben in unserer Datenbank derzeit kein konkretes Vertriebsprojekt — sie sind als Unternehmen aktiv, treten aber digital nicht mit einem Projekt auf.

Sachliche Standard-Ansprache prägt das Bild — emotionale Positionierung ist eine echte Ausnahme

Auf Basis von 674 ausgewerteten Selbstauftritten (Tonalitäts-Klassifizierung der Website-Inhalte) kommunizieren 88 Prozent der aktiven Projektentwickler überwiegend sachlich. Premium-Positionierung erreicht 8 Prozent, eine bewusst emotionale Ansprache findet sich bei nur 1 Prozent der untersuchten Auftritte. Bei einem Produkt, das für die meisten Käufer die wichtigste Anschaffung ihres Lebens darstellt, ist das ein bemerkenswertes Missverhältnis zwischen der emotionalen Natur des Kaufs und der nüchternen Art, wie er angesprochen wird.

Ladegeschwindigkeit auf dem Smartphone ist branchenweit schwach

Auf Basis von 613 erfolgreichen Lighthouse-Messungen mobiler Website-Performance erreichen nur 5,5 Prozent der untersuchten Auftritte den Google-Richtwert von 90 oder besser. 12,4 Prozent liegen unterhalb von 50 Punkten — also in einem Bereich, der für mobile Käufer in vielen Fällen abbrucharm wirkt. Der durchschnittliche Performance-Score liegt bei 63,5 von 100. Technische SEO-Werte (durchschnittlich 92) und Barrierefreiheit (durchschnittlich 87) sind dagegen branchenweit solide.

Konversion auf den Projektseiten: durchschnittlich, nicht schwach — aber selten stark

Von 1.428 in der Datenbank vorhandenen Projekt-Landingpage-Analysen erreichen nur 4,7 Prozent einen Conversion-Qualitätsscore von 7 oder mehr (Skala 1–10). 60 Prozent liegen im Mittelfeld zwischen 4 und 6 Punkten, 35 Prozent darunter. Der durchschnittliche Score über alle untersuchten Projekt-Seiten liegt bei 4,2 von 10. Übersetzt heißt das: Die meisten Projektseiten geben dem Interessenten zwar Information, führen ihn aber nicht zuverlässig zu einer Anfrage.

Preistransparenz: über die Hälfte der Projekte gibt online keinen Preis an

Von den 1.436 erfassten realen Vertriebsprojekten zeigen 22 Prozent einen konkreten Mindestpreis, 27 Prozent arbeiten mit „Preis auf Anfrage", und bei 53 Prozent ist gar keine Preisinformation auf der Projektseite hinterlegt. Für den Online-Vergleich von Käufern und für die zunehmend KI-gestützte Such- und Empfehlungswelt ist das ein strukturelles Sichtbarkeitsproblem.

Werbeaktivität: nur bei einem kleinen Teil der Branche überhaupt nachweisbar

Für 35 der 786 aktiven Projektentwickler und Bauträger konnten Werbeschaltungen in der Meta-Ads-Library oder in der Google Ads Transparency systematisch nachgewiesen werden — insgesamt 1.578 Werbeanzeigen in den beiden Ad-Bibliotheken. Davon stammen die größten Volumina von wenigen langjährig aktiven Werbetreibenden; aktuell laufende Anzeigen wurden nur bei 8 dieser 35 Developer gemessen.

Wichtig: Diese Zahl ist kein vollständiges Bild des Marktes. Wir haben bislang in einem definierten Verfahren systematisch nach Anzeigen gesucht und für 35 Unternehmen nachweisbare Werbeaktivität gefunden. Die Aussage „X Prozent der Branche wirbt nicht" lässt sich aus dem heutigen Datenstand nicht belastbar treffen. Bemerkenswert ist allerdings, dass selbst die nachgewiesenen Kampagnen sich auf eine sehr kleine Gruppe konzentrieren — die beiden größten Werbetreibenden im Datensatz, BPD und Bonava, verantworten allein über 1.150 der 1.578 erfassten Anzeigen.

Unternehmensgröße ist nicht der Faktor

Zwischen den 367 Entwicklern mit eigenen Vertriebsprojekten und den 419 ohne Projekt-Vertrieb gibt es in der digitalen Aufstellung keinen messbaren Qualitätsunterschied, der allein aus der Unternehmensgröße erklärbar wäre. Bessere Conversion-Qualität, schnellere Ladezeiten oder eine stärker zur Zielgruppe passende Ansprache sind in den Daten nicht an die Größe gekoppelt — sondern an konkrete Entscheidungen.

„Projektentwickler stehen am Anfang und am Ende der Wertschöpfung. Sie müssten eigentlich die marktnächsten Unternehmen ihrer Branche sein. Unsere Daten zeigen jedoch, dass ein großer Teil diese Position aufgegeben hat. Der direkte Draht zum Käufer liegt bei Dritten, mit ihm auch die Kontrolle und das Wissen über den eigenen Markt. Für eine Branche, die auf Absatzgeschwindigkeit angewiesen ist, ist das ein strukturelles Thema."

Nicolaus Thiele-Dohrmann, Gründer alphapenta

Der Rückweg in die eigene Wertschöpfung

Die Botschaft der Analyse ist nicht defensiv: Drei Stellhebel — Art der Ansprache, technische Geschwindigkeit auf dem Smartphone, Conversion-Architektur auf den Projektseiten — sind in den Daten klar benennbar, und keiner davon ist an Budget oder Unternehmensgröße gebunden. Wer hier handelt, baut sich eine Position auf, die mit klassischen Vertriebskosten nicht zu vergleichen ist.

„Der Rückweg zur eigenen Marktnähe ist in den Daten sichtbar, und er ist nicht teuer. Es geht nicht darum, die Branche zu kritisieren, sondern sie zu befähigen, wieder direkten Zugang zu ihren Käufern aufzubauen. Wer jetzt anfängt, kann sich eine Position aufbauen, die später nur mit deutlich höherem Aufwand zu erreichen wäre."

Nicolaus Thiele-Dohrmann, Gründer alphapenta

Über die Studie

Die Marktanalyse basiert auf der alphapenta-Datenbank mit Stand Juni 2026: 4.613 erfasste Developer im DACH-Raum, davon 1.142 als Projektentwickler oder Bauträger kategorisiert und 786 als aktive Unternehmen identifiziert. Auf Projekt-Ebene wurden 1.436 reale Vertriebsprojekte in 578 Städten erfasst. Für jede Aussage in dieser Analyse wird die zugrunde liegende Stichprobengröße ausgewiesen. Einzelne Unternehmen werden nicht namentlich genannt; die wenigen Ausnahmen (BPD, Bonava) beziehen sich ausschließlich auf öffentlich nachweisbare Werbevolumen in den Ad-Bibliotheken von Meta und Google. Die Methodik erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität des Gesamtmarkts, liefert für die erfassten Unternehmen aber eine belastbare Datengrundlage.

Über alphapenta

alphapenta ist eine Unternehmens- und Managementberatung mit Schwerpunkt auf digitalen Prozessen, Automatisierung und digitalem Marktzugang. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Strukturierung und Optimierung von Vertriebs- und Sales-Funnel-Prozessen entlang der gesamten digitalen Wertschöpfung — von Marktdaten und Wettbewerbssicht über Landing-Page- und Conversion-Architektur bis zu messbarem Anfrage- und Vertriebsergebnis. Die Datenbasis dieser Analyse ist Teil der alphapenta-Arbeitsgrundlage und kommt in Beratungsprojekten zur unternehmensindividuellen Standortbestimmung zum Einsatz.

Pressekontakt

Nicolaus Thiele-Dohrmann Gründer, alphapenta GmbH & Co. KG ntd@alphapenta.de +49 172 5707666

Für Rückfragen zur Methodik, zum Datensatz oder zu einzelnen Kennzahlen steht alphapenta Medienvertreter:innen gerne zur Verfügung. Grafiken, Visualisierungen und Zusatzzahlen können auf Anfrage bereitgestellt werden.


Kernaussagen der Studie

Methodik-Hinweis: Jede Kennzahl bezieht sich ausschließlich auf die Gruppe, für die valide Daten vorliegen. Stichproben (n) werden jeweils angegeben. Einzelne Unternehmen werden — abgesehen von den beiden namentlich genannten größten Werbetreibenden — nicht ausgewiesen; alle Ergebnisse erscheinen in aggregierter Form.

1. Die Branche kommuniziert weit überwiegend sachlich. 88 Prozent der ausgewerteten Selbstauftritte aktiver Projektentwickler und Bauträger sind sachlich-dominant geprägt; emotionale Ansprache bleibt mit 1 Prozent eine echte Ausnahme (n=674).

2. Mobile Performance liegt branchenweit unterhalb des Google-Richtwerts. Nur 5,5 Prozent der gemessenen Websites erreichen einen Lighthouse-Performance-Score von 90 oder besser auf dem Smartphone; 12,4 Prozent liegen unterhalb von 50. Der Durchschnitt der gemessenen Auftritte: 63,5 / 100 (n=613).

3. Projekt-Landingpages konvertieren im Schnitt durchschnittlich, selten stark. Auf einer Skala von 1–10 erreichen 4,7 Prozent der untersuchten Projektseiten einen Conversion-Qualitätsscore von 7 oder mehr; 35 Prozent liegen unter 4. Durchschnitt: 4,2 / 10 (n=1.428).

4. Über die Hälfte der Projekte hat keine Preisangabe. Bei 53 Prozent der 1.436 erfassten realen Vertriebsprojekte fehlt jede Preisinformation auf der Projektseite. 27 Prozent arbeiten mit „Preis auf Anfrage", 22 Prozent zeigen einen konkreten Mindestpreis (n=1.436).

5. Bezahlte Werbung ist nur bei einer kleinen Gruppe nachweisbar. Für 35 von 786 aktiven Projektentwicklern und Bauträgern wurden Werbeanzeigen in den Ad-Bibliotheken von Meta und Google nachgewiesen — insgesamt 1.578 Anzeigen. Aktuell laufende Anzeigen wurden bei 8 dieser 35 Developer gemessen. Die Anzeigenvolumina konzentrieren sich stark: zwei Unternehmen (BPD, Bonava) verantworten mehr als zwei Drittel aller erfassten Anzeigen. Eine flächendeckende Aussage zur Werbenicht-Aktivität der übrigen 751 Developer ist mit dem heutigen Datenstand nicht möglich.

6. Unternehmensgröße ist kein Prädiktor für digitale Vermarktungsqualität. Im Vergleich der 367 Entwickler mit Vertriebsprojekten und der 419 ohne lassen sich keine größenabhängigen Qualitätsunterschiede in den gemessenen Dimensionen Tonalität, Performance, Conversion-Score oder Preistransparenz feststellen.


Die zentrale Frage: Wo verlieren Projektentwickler den direkten Vertriebszugang?

Die alphapenta-Analyse beantwortet diese Frage entlang von fünf Datenebenen — Marktgröße (X/Y/Y1/Y2), Tonalität, technische Performance, Conversion-Architektur auf der Projektseite und nachweisbare Werbeaktivität. Drei dieser Ebenen liefern deutliche Befunde, eine ist über die ganze Branche schwach besetzt, und die fünfte (Ads) ist aufgrund der Coverage-Lage nur eingeschränkt aussagefähig.

1. Marktgröße

KennzahlWert
X — Developer gesamt im DACH-Datensatz4.613
davon kategorisiert als Projektentwickler oder Bauträger1.142
Y — davon aktive Unternehmen am Markt786
Y1 — davon aktiv mit mindestens einem Vertriebsprojekt367
aktiv ohne Vertriebsprojekt419
Y2 — reale Vertriebsprojekte der Y1-Gruppe1.436
unterschiedliche Städte578

Lesart: Wir haben 4.613 Developer im Datensatz, davon 1.142 als Projektentwickler oder Bauträger eingestuft. Aktiv sind davon 786 (Y). Von diesen 786 betreiben 367 mindestens ein konkretes Vertriebsprojekt (Y1) mit insgesamt 1.436 Projekten in 578 Städten (Y2). Die übrigen 419 aktiven Unternehmen sind als Marktteilnehmer erkennbar, haben in unserer Datenbank aber kein laufendes Vertriebsprojekt — sie kommunizieren digital ohne aktuellen Verkaufsanker.

2. Tonalität (n=674)

KlassifikationAnzahlAnteil an n=674
sachlich (rein oder dominant)59388,0 %
premium (rein oder dominant)558,2 %
familiär81,2 %
emotional (rein)71,0 %
investoren-fokussiert71,0 %
minimalistisch40,6 %

Aussage: Sachliche Standard-Ansprache prägt die Branche fast vollständig. Die Tatsache, dass nur ein Prozent der Unternehmen mit einer rein emotionalen Ansprache arbeitet — bei einem hochemotionalen Produkt — ist der vielleicht deutlichste Befund der gesamten Analyse.

3. Technische Performance (n=613)

Kennzahl (Lighthouse Mobile)Wert
Ø Performance-Score63,5 / 100
Ø SEO-Struktur-Score91,9 / 100
Ø Accessibility-Score87,3 / 100
Performance ≥ 90 (Google-Richtwert)34 (5,5 %)
Performance 50–89503 (82,1 %)
Performance < 5076 (12,4 %)

Aussage: Die technische Grundlage (SEO-Struktur, Barrierefreiheit) ist branchenweit solide. Mobile Performance ist es nicht: Nur 5,5 Prozent erreichen den Google-Richtwert, und 12 Prozent liegen in einem Bereich, der für Smartphone-Käufer praktisch immer zu Abbruch führt. Smartphone ist heute der dominante Einstiegskanal.

4. Conversion-Qualität auf Projektseiten (n=1.428)

Score-Bereich (1–10)Anzahl ProjekteAnteil
≥ 7 (stark)664,7 %
4–6 (mittel)84860,1 %
< 4 (schwach)49735,2 %
Ø über alle 1.428 Projekte4,2 / 10

Aussage: Auf der Ebene des konkreten Vertriebsobjekts — der Projektseite — verlieren Entwickler die meisten Interessenten. Nur jedes zwanzigste Projekt erreicht ein Niveau, das wir als stark einstufen; jedes dritte Projekt liegt unter dem, was wir „funktional ausreichend" nennen.

5. Preistransparenz (n=1.436)

StatusAnzahlAnteil
Konkreter Mindestpreis31121,7 %
„Preis auf Anfrage"38026,5 %
Keine Preisinformation auf der Projektseite76253,1 %

Aussage: Über die Hälfte der erfassten Projekte zeigt online keinen Preis. Das ist nicht nur eine Frage der UX — für KI-gestützte Empfehlungen und Vergleichswerkzeuge bedeutet ein nicht ausgewiesener Preis effektive Unsichtbarkeit in dem Moment, in dem ein Käufer Vergleichsoptionen sucht.

6. Werbeaktivität (Coverage-eingeschränkt)

KennzahlWert
Erfasste Werbeanzeigen gesamt (alle Developer)8.248
davon zugeordnet zu aktiven Projektentwicklern oder Bauträgern1.578
davon Plattform Meta (Facebook/Instagram)382
davon Plattform Google1.196
Aktive Projektentwickler/Bauträger mit min. 1 Ad-Nachweis35
Aktive Projektentwickler/Bauträger mit aktuell laufender Anzeige8

Aussage: Auf der nachgewiesenen Werbeseite konzentriert sich der Markt extrem stark — zwei Werbetreibende, BPD Immobilienentwicklung mit 756 erfassten Anzeigen und Bonava Deutschland mit 408, machen mehr als zwei Drittel der gesamten zugeordneten Werbevolumen aus. Aktuell laufende Anzeigen wurden nur bei acht der 35 Werbetreibenden gemessen.

Coverage-Hinweis zu Werbung: Das Analyse-Verfahren sucht systematisch in den öffentlichen Ad-Bibliotheken von Meta (Housing-Kategorie, Country=DE) und in der Google Ads Transparency. Bei einem Teil der 786 aktiven Projektentwickler ist diese Suche derzeit noch nicht oder nur teilweise durchgeführt worden. Eine Aussage „X Prozent der Branche schaltet keine Werbung" lässt sich aus dem heutigen Datenstand nicht belastbar treffen. Was wir belastbar sagen können: Selbst dort, wo Werbung nachweisbar ist, konzentriert sie sich auf eine sehr kleine Gruppe und überwiegend auf wenige Unternehmen.


Der Wandel: Wie sich die Immobiliensuche gerade verändert

Die digitale Vermarktung von Wohnraum verändert sich in einer Geschwindigkeit, die in der Branche bisher kaum verarbeitet wird. Die klassische Google-Suche verliert an Bedeutung — an ihre Stelle treten KI-Antwortsysteme wie ChatGPT, Google AI Overviews, Perplexity und Claude. Diese Systeme liefern Nutzern direkte Antworten und nennen dabei bestimmte Quellen. Wer in diesen Antworten auftaucht, erreicht seine Zielgruppe direkt. Wer nicht, wird unsichtbar.

Der Wandel in Zahlen (externe Quellen)

Für die deutsche Immobilienbranche, die bei mobiler Ladegeschwindigkeit, Conversion-Qualität und Preistransparenz strukturell schwach aufgestellt ist, bedeutet das: Die Auffindbarkeit in der neuen Suchwelt wird nicht leichter, sondern schwieriger.


Branchenkontext: Externe Befunde

Die ZIA/EY-Digitalisierungsstudie 2025 („Stillstand statt Fortschritt") liefert ein paralleles Bild der deutschen Immobilienwirtschaft:

Quellen: ZIA/EY, Digitalisierungsstudie 2025; Drees & Sommer, Digital Real Estate Index 2025.


Zusammenfassung

Was die Daten belastbar sagen

Was die Daten NICHT sagen

Das Zeitfenster

Die deutsche Neubaubranche trifft in diesem Moment auf einen fundamentalen Wandel der Suche. Noch ist der Wettbewerb um Sichtbarkeit in den neuen KI-Systemen offen. Die alphapenta-Daten zeigen, dass die Stellhebel, um diese Sichtbarkeit zu sichern — Tonalität, mobile Performance, Conversion-Architektur und Preistransparenz — klar benennbar und nicht an Budget oder Unternehmensgröße gebunden sind.


Anhang: Datengrundlage und Details

Die folgenden Abschnitte enthalten die zugrunde liegende Datengrundlage für die oben gemachten Aussagen. Sie sind für Rückfragen, Fachredaktionen und Analysten gedacht.

Anhang A — Wie die Grundgesamtheit zustande kommt

KennzahlWert
Developer gesamt in der alphapenta-Datenbank (X)4.613
davon kategorisiert als Projektentwickler oder Bauträger1.142
davon aktiv am Markt (Y)786
davon aktiv mit min. 1 Vertriebsprojekt (Y1)367
davon aktiv ohne Vertriebsprojekt in der DB419
Vertriebsprojekte gesamt (Y2)1.436
unterschiedliche Städte mit Vertriebsprojekten578

Quellen für die Erfassung der 4.613 Developer:

Coverage der Analyse-Dimensionen auf der Grundgesamtheit Y=786

DimensionGemessenCoverage
Developer-Selbstprofil (Beschreibung, Größe, Vertriebslogik)786100,0 %
Logo72892,6 %
Impressum-Daten (Anschrift, GF)69288,0 %
Tonalitäts-Klassifizierung67485,8 %
Lighthouse Mobile (technische Performance)61378,0 %
Min. 1 Werbeschaltung systematisch nachgewiesen354,5 % (Coverage-eingeschränkt)

Anhang B — Ladegeschwindigkeit und technische Website-Qualität

Basis: 613 gemessene Websites aktiver Projektentwickler und Bauträger.

Die technischen Website-Werte wurden mit Google Lighthouse erhoben — dem Standardwerkzeug, mit dem auch Google selbst Websites bewertet. Die Skala reicht von 0 bis 100, wobei Werte ab 90 als gut gelten.

KategorieØ-Wert auf dem Smartphone
Ladegeschwindigkeit (Performance)63,5 / 100
Technische Struktur (SEO)91,9 / 100
Barrierefreiheit (Accessibility)87,3 / 100

Ladegeschwindigkeit auf dem Smartphone — Verteilung (n=613)

BereichAnzahlAnteil
Gut (90–100)345,5 %
Verbesserungswürdig (50–89)50382,1 %
Schlecht (0–49)7612,4 %

Die strukturellen SEO-Werte und die Barrierefreiheit liegen über der ganzen Branche solide. Der Engpass liegt klar bei der Ladegeschwindigkeit auf dem Smartphone — also genau dem Kanal, über den der Großteil der Erstkontakte heute läuft.


Anhang C — Conversion-Qualität auf den Projektseiten

Basis: 1.428 von 1.436 erfassten Vertriebsprojekten mit ausgewerteter Projektseite (99,4 %).

Bewertet wird die Konversionsarchitektur jeder Projektseite anhand definierter Kriterien (CTA-Klarheit, Lead-Magnet-Stärke, Informations-/Kontaktbalance, visuelle Qualität, Reibung) auf einer Skala von 1 bis 10.

Score-BereichAnzahl ProjekteAnteil (n=1.428)
≥ 7 (stark)664,7 %
4–6 (mittel)84860,1 %
< 4 (schwach)49735,2 %
Durchschnitt aller 1.428 Projekte4,2 / 10

Die Verteilung zeigt das Bild eines Marktes, der auf der konkreten Verkaufsfläche — der Projektseite — noch sehr selten zu Spitzenwerten kommt. Der typische Auftritt liegt im unteren Mittelfeld.


Anhang D — Preistransparenz auf Projektebene

Basis: 1.436 reale Vertriebsprojekte aktiver Projektentwickler und Bauträger.

StatusAnzahlAnteil
Konkreter Mindestpreis vorhanden31121,7 %
„Preis auf Anfrage" ausgewiesen38026,5 %
Keine Preisangabe auf der Projektseite76253,1 %

Über die Hälfte der erfassten Projekte verzichtet auf eine Preisangabe — weder konkret noch in der „auf Anfrage"-Variante. Für klassische Vergleichs- und Algorithmen-getriebene Sichtbarkeiten bedeutet das Unsichtbarkeit im Vergleichsmoment.


Anhang E — Werbeanzeigen im erfassten Datensatz

Basis: alphapenta-Datenbank mit 8.248 erfassten Werbeanzeigen-Datensätzen aus Meta Ads Library und Google Ads Transparency, davon 1.578 Anzeigen, die eindeutig auf einen der 786 aktiven Projektentwickler oder Bauträger zurückzuführen sind.

Methodische Einschränkung: Das Analyse-Verfahren sucht systematisch in den öffentlichen Ad-Bibliotheken von Meta (Housing-Kategorie, Land Deutschland) und in der Google Ads Transparency. Die systematische Suche wurde für einen Teil der 786 aktiven Developer durchgeführt; bei den übrigen ist die Datenlage offen. Eine Aussage über die Nicht-Aktivität der nicht geprüften Developer ist daraus nicht ableitbar.

Plattform-Verteilung der zugeordneten Anzeigen

PlattformAnzahl AnzeigenAnzahl Developer mit Nachweis
Google Ads Transparency1.19611
Meta (Facebook/Instagram, Housing-Kategorie)38229

Konzentration der Werbevolumen

Die nachgewiesene Werbeaktivität konzentriert sich extrem stark. Eine Auswertung der Top-Werbetreibenden ergibt:

AnzeigenWerbetreibenderErster NachweisLetzter Nachweis
756BPD Immobilienentwicklung10/202104/2026
408Bonava Deutschland10/202104/2026
71(Entwickler C)08/202504/2026
41(Entwickler D)11/202504/2026
41(Entwickler E)03/202503/2026

Schon die beiden größten Werbetreibenden — BPD Immobilienentwicklung und Bonava Deutschland — machen zusammen 1.164 von 1.578 erfassten Anzeigen aus. Der Rest verteilt sich auf 33 weitere Developer mit jeweils kleinen bis mittleren Volumen.

Aktuell laufende Anzeigen

Von den 1.578 erfassten Anzeigen waren zum Messzeitpunkt nur 27 aktuell als active klassifiziert — verteilt auf 8 Developer. Selbst innerhalb der nachweislichen Werbetreibenden ist also der Anteil aktueller Aktivität klein.


Anhang F — Projektdaten

KennzahlWert
Reale Vertriebsprojekte aktiver PE/Bauträger (Y2)1.436
davon mit Geocoding (Lage-Erfassung)1.407 (98,0 %)
davon mit ausgewerteter Projektseiten-Analyse1.428 (99,4 %)
davon mit Bildern1.419 (98,8 %)
davon mit Lighthouse-Messung1.293 (90,0 %)
unterschiedliche Städte578
Entwickler mit aktiven Vertriebsprojekten (Y1)367

Auf der Projekt-Ebene ist die Datenlage stark — die Lücken liegen oberhalb, auf der Ebene der Unternehmen ohne aktuelles Vertriebsprojekt sowie bei der nachweisbaren Werbeaktivität.


alphapenta-Datenbank, Stand 16. Juni 2026. Alle Angaben beziehen sich auf die erfasste Stichprobe und erheben keinen Anspruch auf Repräsentativität des Gesamtmarkts. Einzelne Unternehmen werden in dieser Veröffentlichung — abgesehen von den beiden namentlich genannten größten Werbetreibenden — nicht ausgewiesen; alle übrigen Ergebnisse erscheinen ausschließlich in aggregierter Form.